Nationalparks sind meiner Meinung nach wunderschöne Reiseziele! Überaus faszinierend sind die Rockie Mountains im Yellowstone Nationalpark in den USA, zum Träumen laden hingegen die Regenwälder und Wasserfälle im neuseeländischen Fjordland Nationalpark ein.
Zugegeben: ganz so berühmt und spektakulär sind deutsche Nationalparks nicht. In jedem Fall sind sie aber ein attraktives Reiseziel für ein paar erholsame Urlaubstage inmitten von wunderschöner Natur. Insgesamt gibt es 14 deutsche Nationalparks, von welchen jedem sein ganz eigener Reiz innewohnt. Wer einheimische Tierarten sehen, in kristallklaren Bergseen baden oder eindrucksvolle Kreidefelsen bewundern will, ist hier an der richtigen Adresse. Vielleicht möchtest Du Deinen nächsten Urlaub ja in einem dieser vier Nationalparks verbringen? Ich kann es Dir nur empfehlen 🙂

Deutsche Nationalparks

Der Nationalpark Bayerischer Wald

Im Jahr 1970 wurde im Bayerischen Wald auf einer Fläche von 240 km² der erste deutsche Nationalpark gegründet. Sein Landschaftsbild ist geprägt von geheimnisvollen Mooren, frischen Bergbächen und dichten Wäldern. Im Osten von Bayern an der Grenze von Tschechien finden hier scheue Rehe, Füchse, Luchse, Wildschweine, Fischotter und Spechte eine Heimat.
Oder wie wäre es mit einem Besuch im Tierpark Lohberg, dem Zuhause heimischer Tierarten?

Jasmund – der kleinste deutsche Nationalpark

Mit einer Größe von nur 30 km² ist das 1990 gegründete Jasmund der kleinste Nationalpark in Deutschland. Sehr berühmt sind der Königsstuhl an der Ostseeküste und die ihn umgebenden Kreideklippen, die der Maler Caspar David Friedrich einst auf seinen Bildern verewigte. Die Natur des im Nordosten der Insel Rügen gelegenen Jasmund wird außerdem von dichten Buchenwäldern und Moorlandschaften geprägt. Der Nationalpark ist übrigens die Heimat wunderschöner Orchideenarten.

Deutsche Nationalparks: Jasmund

Der Nationalpark Jasmund auf der Ostseeinsel Rügen

Der Nationalpark Berchtesgaden

Im äußersten, an Österreich angrenzenden Südosten Bayerns liegt der Nationalpark Berchtesgaden, der 1978 zum Schutzgebiet erklärt wurde. Alpine Gletscher, idyllische Bergseen, blühende Almwiesen, grüne Wälder und schroffe Geröllhalden prägen das Landschaftsbild des 210 km² großen deutschen Nationalparks. Er ist der Rückzugsort von Schneemäusen, Murmeltieren, Steinböcken, Rehen, Schneehasen und Rotwild. Wunderschön ist der malerisch in die Berglandschaft eingebettete Königssee und überaus imposant der 2.713 Meter Hohe Watzmann. Wie es für deutsche Nationalparks typisch ist, bietet auch Berchtesgaden schöne Routen für Wanderfreunde. Ein Highlight ist ein Ausflug über Stege und Brücken zur wildromantischen Almbachklamm.

Der Nationalpark Harz

Zahlreiche Mythen und Legenden ranken sich um deutsche Nationalparks: der 1.141 Meter hohe Brocken, der auch Blocksberg genannt wird, soll der Schauplatz der Walpurgisnacht sein, zu welcher sich die Hexen einmal im Jahr versammeln. Und auch sonst, soll es vorkommen, dass man im Nationalpark Harz der ein oder anderen Hexe über den Weg läuft…
Erst im Jahr 2006 wurde der Nationalpark Harz, der sich über eine Fläche von 247 km² erstreckt, ins Leben gerufen. Seine von Ulmen, Erlen, Buchen, Eschen und Fichten bestandene Landschaft bietet Luchsen, Wildkatzen, Waschbären, Mufflons und Reptilien eine Heimat. Es verwundert nicht, dass die geheimnisvollen Moore, der kahle Gipfel des Brocken, die Tropfsteinhöhlen und die Felslandschaft mit sprudelnden Bächen die Fantasie der Menschen angeregt und den Harz zur sagenumwobenen Heimat der Hexen gemacht hat.

Deutsche Nationalparks: Harz

Die Teufelsmauer im Nationalpark Harz

Und, was würdest Du sagen? Deutsche Nationalparks sind doch schöne Ziele für einen erholsamen Kurzurlaub, oder? 😉