Tosender Applaus herrschte in Berlin im Herbst 2014 bei der Premiere einer ganz besonderen Show: The Wyld – Nicht von dieser Welt. Der Name ist Programm, denn Außerirdische bevölkern in der Theaterproduktion, die aus scheinbar wirr aneinander gereihten Revuenummern aufgebaut ist, die riesige Bühne des Berliner Friedrichstadt-Palastes. Ein roter Faden, der die einzelnen, eindrucksvollen Szenen dieser spektakulären Produktion verbindet, ist nicht zu erkennen. Oder siehst Du auf den ersten Blick einen Bezug zwischen einer Ballettprobe, herabschwebenden Außerirdischen und einer Liebesbeziehung eines BMX-Fahrers mit einer mysteriösen Frau, die gemeinsam mit ihren Pudeln auf dem Fernsehturm wohnt? Wohl kaum. Und nicht zu vergessen ist die legendäre Nofretete, die allabendlich im Museum als Königin der Außerirdischen erwacht. Wer soll sich da noch auskennen? Fragen werden in der Hymne an die Stadt Berlin jede Menge aufgeworfen, Antworten bleiben aus.

The Wyld – Eine Inszenierung der Superlative

Bescheidenheit lag dem Hausregisseur des Friedrichstadt-Palastes, Roland Welke, und dem international bekannten Stardesigner Thierry Mugler fern, als sie an der gigantischen Inszenierung von The Wyld arbeiteten. Mit einem Budget von über 10 Millionen Euro setzten Sie außerhalb von Las Vegas einen absoluten Rekord. Am Bühnengeschehen sind mehr als 100 Sänger, Artisten, Musiker und Tänzer beteiligt. Die Show ist ein Feuerwerk aus atemberaubender Akrobatik, exzentrischen Kostümen, faszinierenden Choreografien und überwältigenden Bühnenbildern.
Bei diesem gigantischen Wirrwarr verwundert es nicht, dass sich bezüglich The Wyld die Meinungen spalten. Während die einen den konfusen Aufbau der Show kritisieren, sind andere von den eindrucksvollen Shownummern begeistert.