Im Herzen der Türkei liegen märchenhafte Landschaftszüge verborgen, die mit ihren kuriosen Felsformationen Besucher aus aller Welt anziehen. Überaus beliebt sind die Bilder der bunten Heißluftballons, die über die Mondlandschaft mit ihren Feentürmen, Pyramiden, Mützenbergen und Riesenpilzen schweben. Doch wie sind diese originellen Türme aus Felsen eigentlich entstanden?

Entstehung der Mondlandschaft in Kappadokien

Dass wir heute in der Türkei die feenhafte Mondlandschaft bestaunen können, ist Vulkanausbrüchen vor Millionen von Jahren zu verdanken. Weite Landschaftsstriche wurden von der Lava und Asche der beiden Vulkane Hasan und Erciyes bedeckt. In der Folgezeit verfestigte sich dieses Gemisch zu weichem Tuffgestein, das die Natur durch Wind- und Wassererosion langsam abtrug und zu fantasievollen Feenkaminen formte. Diese sind heute ein überaus populäres Postkartenmotiv und weit über die Landesgrenzen hinweg bekannt.
Wer in Kappadokien den Blick über die weite Mondlandschaft schweifen lässt, versteht, warum Sie „Märchenland aus Stein“ genannt wird. Je nach Gestalt erhielten die einzelnen Felsformationen sprechende Namen wie Zuckerhüte, Feenkamine, Pyramiden, Obelisken und Zipfelmützen.

Höhlenwohnungen & unterirdische Städte

Eine weitere Besonderheit von Kappadokien sind die Höhlenwohnungen und Höhlenkirchen, die vor vielen Jahren in die weichen Feenkamine der Mondlandschaft gebaut wurden. Als Schutz vor Feinden errichteten die Christen damals auch ganze unterirdische Städte, die mehrere Stockwerke unter die Erde reichen. In einigen dieser von außen nicht sichtbaren Unterkünfte konnten Tausende von Menschen Unterschlupf finden.
Die Unesco hat diese Höhlenlandschaft Kappadokiens längst zum Weltkulturerbe erklärt. Besonders berühmt ist das Freilichtmuseum Göreme, in welchem die in den Fels gebauten Kirchen und Unterkünfte sowie die unterirdischen Wohnanlagen besichtigt werden können.

Reise zur Mondlandschaft von Kappadokien

Neben der bezaubernden Mondlandschaft und dem Freilichtmuseum Göreme solltet ihr euch Konya, die Stadt der tanzenden Derwische, Avanos, ein Zentrum der Handwerkskunst, die Ruinenstadt Perge und die Hafenstadt Antalya ansehen.

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