Marokko ist ein Land der Träume, das unzählige Geheimnisse birgt und eine große Faszination ausübt. Vom weißen Häusermeer des auf einem Felsen am Meer gelegenen Tanger über weite Wüstenlandschaften, bezaubernde Sandstrände und hin zu verschneiten Bergen – das Land weiß zahlreiche Gegensätze zu vereinen. Eine Reise durch Marokko entführt in die Märchenwelt aus 1001 Nacht. Unvergesslich sind die „Souks“ (Märkte) mit ihrem berauschenden Farbenmeer orientalischer Kleidung und ihren betörenden Gerüchen. Am berühmtesten ist wohl der „Djemaa El Fna“ in Marrakesch mit seinem bunten Durcheinander an Schlangenbeschwörern, Musikanten und Köchen, von deren Verkaufsständen sich dichte Dampfwolken und wahrlich verfürerische Düfte ausbreiten. Denn eines muss gesagt werden: die marokkanische Küche ist ausgezeichnet und überaus vielfältig. Lass dich ein auf eine kulinarische Weltreise!

Die marokkanische Küche – Tajine, Gewürze & Minztee

Für alle, die das orientalische Land im äußersten Nordwesten von Afrika kennen lernen möchten, führt kein Weg an seinen köstlichen Gerichten vorbei. Doch wodurch zeichnet sich die marokkanische Küche eigentlich aus? Das Besondere an ihr ist der unendliche Reichtum an Düften, Aromen und Geschmacksrichtungen.
Nicht wegzudenken sind die Tajine – ein Begriff, der sowohl einen aus Lehmerde getöpferten Kochtopf bezeichnet, als auch die Gerichte, die darin zubereitet werden. Charakteristisch für den Kochtopf ist seine Form einer gewölbten Schale mit schmal nach oben zulaufendem Deckel. In ihm werden unendlich viele Kombinationen aus Gemüse, Fleisch und Fisch schonend gegart. Sehr beliebt sind fruchtig-herzhafte Gerichte.
Fester Bestandteil der Küche Marokkos ist Couscous aus Hartweizengrieß, Mais, Roggen oder Gerste, der über heißem Wasser gedämpft und mit der Hand gegessen wird. Die traditionelle Beilage ist Fladenbrot, das gleichzeitig als Ersatz für das Besteck dient.
Was wäre die marokkanische Küche ohne ihre vielfältigen Gewürze, die ihr das gewisse Etwas verleihen? Das Herzstück, das in keinem Haushalt fehlen darf, ist die süß-scharfe Gewürzmischung „Ras-el-Hanout“ (Chef des Ladens), die Kreuzkümmel, Muskat, Zimt, Chili, Anis, Pfeffer, Kardamon, Ingwer, Nelke und Piment enthält. Häufig verwendet wird auch frischer Koriander, Safran, Zitrone und Petersilie.
Mir haben es besonders die orientalischen Desserts angetan: Datteln, Feigen, Granatäpfel, Orangen und Mandeln verfeinert mit Honig, Zimt, Rosen- oder Orangenblütenwasser – ein Traum!
Unbedingt probieren sollte man auch die Briouats, köstliche Yuka-Teigtaschen, die je nach Geschmack mit Gemüse, Fleisch oder Obst gefüllt werden.
Und nicht zu vergessen: der berühmte marokkanische Minztee. Das Nationalgetränk aus grünem Tee, Nana-Minze und Zucker wird gekühlt getrunken.

Einfache Rezepte für orientalisches Flair

Nichts geht über eine Reise nach Marokko, wenn du die authentische Küche des Landes entdecken möchtest. Um dir aber ein wenig orientalisches Flair nach Hause zu zaubern, sind diese beiden einfachen Rezepte genau das Richtige.

Marokkanischer Minztee

Was du brauchst, um marokkanischen Minztee originalgetreu zuzubereiten, ist ein Bund frische Minze, ein Esslöffel grüner Tee, eine Messerspitze Safran, ein Teelöffel Anissaat und zwei bis drei Stück brauner Würfelzucker.
Wasche und putze die Minze. Gib den grünen Tee in einen Liter kochendes Wasser und gieße ihn durch ein Sieb. Fülle anschließend die Teeblätter, die Minze, den Safran, die Anissaat und den Zucker in eine Teekanne und übergieße das Ganze mit dem kochenden Wasser. Jetzt musst du das Gemisch noch 3 Minuten ziehen lassen und fertig ist der marokkanische Minztee.

Gefüllte Datteln

Für 30 Stück gefüllte Datteln benötigst du 30 Datteln, 30 g geschälte Mandelkerne (ganze Stücke), 40 g Walnusskerne, 30 g Sesamsaat, 1/2 Teelöffel gemahlenen Zimt, 20 g Zucker, 1/2 Teelöffel unbehandelte, abgeriebene Orangenschale, etwas Butter, 40 g Pistazienkerne und 30 g Kokosraspel.
Als erstes werden die Mandeln und Walnüsse mit der Butter in einer Pfanne goldbraun geröstet. Der Sesam wird ohne Butter ebenfalls geröstet. Lass anschließend alles abkühlen.
Püriere die Mandeln, Walnüsse und den Sesam gemeinsam mit dem Zimt, dem Zucker und der Orangenschale. Die Datteln werden gehäutet, längs aufgeschnitten, entkernt, mit der Nusspaste gefüllt und wieder zusammengeklappt.
Zuletzt werden die Datteln noch in den klein gehackten Pistazien und den Kokosraspeln gewälzt.

Möchtest du noch mehr über die marrokanische Küche erfahren und hast Lust darauf, Gerichte des orientalischen Landes selbst zu kochen? Dann könnte dir dieses Buch gefallen: Die Küche Marokkos.

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